Tuniken
Die Wurzeln der Tuniken liegen im Römischen Reich. Sie wurden von freien Männern unter der Toga getragen und bestanden lediglich aus zwei großzügigen, rechteckigen Stoffen, die im Schulterbereich verbunden wurden. Das erdfarbene Gewand reichte dem Träger bis zu den Knien.
Frauen im römischen Reich trugen diese ebenfalls, die je nach Status der Frau in der Beschaffenheit variierten. Die strengen Kleiderordnungen lockerten sich mit dem aufstrebenden Modebewusstsein der römischen Frauen. Schon damals fertigten Schneider Römische Tuniken aus edlen Materialien, wie Seide oder Brokat, an. Heutige Tunikaarten haben nicht viel gemeinsam mit den römischen Vorläufern. Eine Tunikabluse oder ein Tunikashirt sind länger und bequemer als eine Bluse oder ein Shirt.
Eine Tunika wird in der A-Form geschnitten und lässt der Trägerin deshalb viel Freiraum. Aus leichten sommerlichen Stoffen, wie Jersey oder Baumwolle, besteht ein Tunikashirt, das ohne Ärmel zum Tunikatop wird. Die Tunikabluse verzichtet auf eine Knopfleiste oder einen Kragen. Die Ärmellänge kann von 3/4 Ärmeln bis hin zu Blusenärmeln reichen. Die schicken Tuniken werden meist aus glänzenden Stoffen, wie Polyamid oder auch Polyester gefertigt. Das Tunikakleid erinnert als einzige Variante entfernt an das römische Unterhemd, da es bis zu den Knien reicht.
Tunikas erleben zusammen mit dem Stil der Siebziger einen Aufschwung. Modelabels, die sich diesem Trend angenommen haben, sind s.Oliver, Tom Tailer, Vero Moda oder auch Mexx. Der Boho-Stil lässt die Tunikablusen in bunten Farben erstrahlen. Teilweise sind die Tuniken mit orientalischen Mustern, Stickereien am Ausschnitt oder Pailletten und Perlen als Applikationen versehen. Einige Modelabels verzichten auch auf den typischen A-Schnitt und bringen taillierte Tunikashirts auf den Markt. Seitenschlitze mit Verzierungen und Trompetenärmel passen perfekt zum Stil der Hippies. Getragen werden die farbenfrohen Kleidungsstücke zusammen mit engen Jeans oder Bleistiftröcken. Um den Hippie-Look abzurunden, können große Sonnenbrillen oder Armreifen und Haarbänder zu den Tuniken getragen werden.